Neben der Friedenseiche befindet sich das Spritzenhaus. Die darin untergebrachte Feuerspritze war früher außer in Bartelshagen I auch zum Einsatz in Rostocker Wulfshagen, Neuhof und Brünkendorf bestimmt. Diese Ortschaften waren zu diesem Zweck in einem Spritzenverband zusammengeschlossen. Bei starkem Gewitter trat die Feuerwache, bestehend aus einem Spritzenmeister und 3 Hilfsleuten aus der Einwohnerschaft in Aktion. Sie stand dann im Spritzenhaus bereit, was durch Ertönen der Glocke den Einwohnern bekannt wurde. Die Männer dieser Feuerwache erhielten eine Entschädigung seitens des Spritzen-verbandes, was eine besondere Spritzenkasse, dessen Führung dem Schulzen oblag, nötig machte. Erwähnt sei noch die Herkunft und das hohe Alter der Bartelshäger Feuerspritze in den 30er Jahren. Diese Spritze war erbaut von dem ersten und ältesten Maschinenbauer Mecklenburgs, dem verdienten Dr. Ernst Alban (1791-1856) in Plau in Mecklenburg. In den dreißiger Jahren hieß der Wehrleiter Hermann Alm. Die „TS-8“ wurde damals noch mit Pferdegespann transportiert. (Dannehl, Radbruch).
1956 wurde der Schlauchturm an das Spritzenhaus vom Zimmermann Walter Boldt angebaut. Dieser Turm war zum Aufhängen der Schläuche nach dem Einsatz zwecks Trocknung vorgesehen. Während des Krieges waren Paul Schröder und Franz Fischer für den Luftschutzdienst im Dorf verantwortlich. Diese beiden Männer haben dann auch die Feuerwehrleute an der neuen Motorspritze angelernt, die das Dorf 1951 aus Langsdorf erhielt. Der Spritzenanhänger war damals noch ein robuster Holzkasten. In den sechziger Jahren wurde der Holzturm abgenommen und das Gerätehaus angebaut. Dieser Bau wurde vom ehemaligen Maurer Heinrich Hauschildt schon achtzigjährig allein ausgeführt. Hierfür wurden Abbruchsteine aus Rostocker Wulfshagen genutzt. Anfang der sechziger Jahre wurde auch das erste Feuerwehrauto vom Versorgungskontor aus Schwerin geholt. Dieses war ein Armeefahrzeug und wurde erst im Dorf von Herrn Günther Lübke zum Feuerwehrauto umgespritzt.
In diesen Jahren war die Bartelshäger Feuerwehr recht aktiv. Sie zählte 40 - 50 Mitglieder. Zum Dorffest wurden oft Feuerwehrschauübungen vorgenommen. Erwin Dreher, Werner Wilken, Wolfgang Schreiber, Günter Rutsehow und Franz Schwarz sollen hier stellvertretend für all die Aktiven genannt sein. Die Mitglieder der Feuerwehr Anfang der 60er Jahre
Von rechts: Gruppenführer Wolfgang Wendler, Bruno Fischer, Günter Martens, K. Heinz Schwarz, Hans Kuse, Werner Wilken, Bruno Garling, Fred Tack, Erwin Dreher. Mitte der siebziger Jahre wurde dann ein gebrauchtes Feuerwehrauto angeschafft.
LF – LKW – TS 8- STA auf LO- 1801- A- (Allrad)- Fahrgestell der Bauserie 1968 – 1973. In den achtziger Jahren hatte sich auch eine aktive Frauengruppe der Feuerwehr gegründet. Elli Wendler, Anneliese Klöcking und Ilse Kühling waren neben anderen dabei. Diese Frauengruppe war besonders für den vorbeugenden Brandschutz im Ort zuständig. Einmal jährlich wurde z.B. in jedem Haushalt eine Brandschutzkontrolle durchgeführt. Beim Kreisausscheid der Feuerwehren, der jährlich stattfand, belegte die Frauengruppe den dritten Platz. Ende der 90er Jahre wurde ein neue Truppe in der Geschichte der Feuerwehr Bartelshagen I aufgebaut. Im Jahre 1997 bekam die Wehr ein neues Feuerwehrauto, vom Typ TSF- W.
Ende 1990 wurde unter Wehrführer Michael Rybicki der Umbau des Gerätehauses angekurbelt. Die Planung und Umsetzung zog sich bis Ende 2001 hin. Mit Stolz können wir sagen, dass Mitte 2001 das Gerätehaus erstmals über fließend Wasser und ein WC verfügte. Das Gerätehaus ist eine gute Errungenschaft für Arbeits- und Lebensbedingungen unserer Kameraden. Der Umbau lief teilweise über die Stadt Marlow und hauptsächlich aber über Eigenleistung der Kameraden. Jochen Röwer, Andre Röwer, Manfred Stäge, Normann Matheaus und Michael Rybicki sollen hier stellvertretend für all die Aktiven genannt werden.
Hermann Alm | 19.. - 19.. |
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Jochen Röwer | 19.. - 19.. |
Manfred Stäge | 19.. - 19.. |
Michael Rybicki | 19.. - 2006 |